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17.09.2017

World Rowing Masters Regatta / Bled / 6. – 9. September 2017

Die FISA Masters Regatta hat gigantische Ausmasse angenommen. Fast 4‘600 Teilnehmer aus 46 Nationen starteten in 5‘850 Booten. Die meisten Ruderinnen und Ruderer kamen aus Grossbritannien (852), gefolgt von Deutschland (800) und den USA (294). Im Dreiminutentakt wurden von 7.00h morgens bis 19.00h abends die Boote auf die acht Bahnen geschickt. Meist war es bewölkt, eher kühl, selten mal mit Wind, Wellen und Regen. Ich startete viermal im Doppelzweier mit meinem langjährigen Partner Reinout Houttuin von der Société Nautique de Neuchâtel in den Alterklassen A bis D. Ferner war ich viermal in verschiedenen Kombinationen im Doppelvierer ebenfalls in den Kategorien A bis D am Start.

Das Los hat uns in allen Rennen mindestens einen nicht schlagbaren Gegner präsentiert. In allen vier Doppelzweierrennen zeigten wir solide und gute Leistungen. Wir fuhren am Limit in einem sehr konstanten Tempo und verzeichneten teilweise für die beiden 500m-Abschnitte fast die gleiche Zeit. Die Analyse zeigt, dass wir die Rennen auf dem ersten Streckenabschnitt verloren und jeweils auf der zweiten Hälfte noch aufholen konnten. In einem 1‘000m Rennen ist der Anteil an Kraft bedeutender als über 2‘000m. Als eher leichte Crew mit knapp 75 kg Durchschnittsgewicht haben wir gegen die teilweise deutlich grösseren und schwereren Athleten im Kraftbereich unsere Limiten. Wir landeten dreimal auf dem zweiten Platz mit weniger als einer Länge Rückstand und einmal im dritten Rang. Im A-Doppel betrug der Rückstand auf die Mannschaft von Exeter lediglich 61 Hundertstel. Das war mit Abstand unser intensivstes Rennen, indem wir kurz vor dem Ziel mit den Engländern gleichzogen und uns dann doch noch knapp geschlagen geben mussten. Im Quervergleich mit den gefahrenen Zeiten waren wir meist ganz vorne mit dabei, z.B. auf Platz 7 von 150 (!) Booten im D-Doppel oder – sportlich wertvoller - auf Rang 12 von 99 A-Doppeln, wo Ruderer bereits ab 27 Jahren teilnehmen können.

Im den verschiedenen Viererkombinationen, wo wir uns nicht speziell vorbereiten konnten, belegten wir die Ränge 3 (zweimal), 4 und 5.

Trotz des ausgebliebenen Sieges sind die drei (knappen) zweiten Plätze eine erfreuliche Ausbeute. Im Doppelzweier mischen wir ganz vorne mit und hatten die Genugtuung auch ehemalige Weltmeister und WM-Teilnehmer hinter uns zu lassen. Bled ist eine wunderschön gelegene Regattastrecke und war die weite Reise wert.

Michael Benn