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GOLD! Coupe Beach Sprint 2025

GOLD! Coupe Beach Sprint 2025

Von Alex

Verschlafen, doch in Ferienstimmung, trudelten wir acht Athleten und zwei SRV Coaches in den Flughafen Zürich am frühen Mittwochmorgen ein, um zum Beach Sprint der Coupe de la Jeunesse nach Spanien aufzubrechen. Dort angekommen erwartete uns ein spanienatypisches Wetter: Regen. 
Am nächsten Tag, beim Trainieren des schnellen Einsteigens, verletzte sich mein Teammate, Annik, am Knie mit einer üblen Platzwunde. Doch diese Platzwunde hielt sie nicht davon ab, noch einmal einzusteigen und den Kurs abzufahren. Die Sanitäter schickten sie danach ins Spital. Dieses hatte jedoch Mittagspause und deshalb musste Annik zum Notfall. Ihre Wunde wurde verarztet, doch die Teilnahme blieb weiterhin unklar, da sie am Abend immer noch Schmerzen hatte. Unsere Trainerin Pam entschied, die Entscheidung zur Teilnahme am Wettkampf auf den Freitag, den ersten Wettkampftag, zu verschieben. 
Am Freitagmorgen entschied Annik dann nach reifer Überlegung, dass sie das Time Trial bestreiten könne. Der Mixed Doppelzweier war die letzte Kategorie, die das Time Trial zu rudern hatte. Meine Aufgabe bestand nicht nur aus Rudern, sondern auch aus „Boothandeln“, also dem Stabilisieren und Anschieben des Bootes beim Einsteigen der Athleten. Toll war, wie sich alle vom Team jederzeit gegenseitig unterstützten.
Wir wurden sechster mit 6-7 Sekunden Abstand zu den erstplatzierten Spaniern im Time Trial.Alle fünf Schweizer Boote qualifizierten sich dann für die Viertelfinals.
Ich wurde als Bootshandler beim Juniorendoppelzweier gebraucht, der Schlagmann hatte jedoch Probleme mit dem Rollsitz und so konnte man dem Aus nicht mehr entweichen. Trotz dieser Enttäuschung unterstützten und motivierten sie das Team in jeglicher Weise und waren grandiose Teamplayer. So basierte ein grosser Teil von den weiteren Schweizer Erfolgen auf die Hilfe unseren zwei Teammates.
Ab dem Viertelfinal geht es Schlag auf Schlag: die Athleten traten im Ausscheidungsmodus gegeneinander an, wobei nur die Sieger einer jeden Runde weiterkamen. Sowohl der Juniorinnen-Doppelzweier als auch der Einer der Junioren erkämpften sich die Bronzemedaille.
Bis zu unserem Rennen schlug ein starker Wind an. Das bedeutete, auf dem Weg zur Wende mit Gegenwind und danach mit Mitwind zu rudern.
Im Viertelfinal gegen die Dänen zogen wir bei der Wende einen Krebs und der Abstand vergrösserte sich auf eine offene Länge. Wir blieben jedoch ruhig und holten die Dänen ziemlich schnell ein und kamen so ins Halbfinal.
Nach einer zehnminütigen Pause folgte das Rennen gegen die Tschechen, die auf dem Weg zur Wende alle Bojen berührten und nachher aufgaben, um Kräfte für den kleinen Final zu sparen. 
So trafen wir im Final auf Spanien, die an den diesjährigen Beach Sprint Europameisterschaft zuvor Bronze geholt hatte. Wir wussten, dass unsere Stärke in der zweiten Hälfte lag. So wurden wir auch nicht nervös, als sie schneller vom Strand wegkamen oder bis zur Wende den Abstand auf eineinhalb offene Längen vergrösserten. Wir erwischten die deutlich bessere Wende und verkleinerten den Abstand auf nur noch eine Bootslänge. Von diesem Momentum angestachelt, versuchten wir mit allen Kräften uns in Führung zu bringen, was uns auf den letzten fünfzig Metern auch gelang. Nun kam es auf das Sprintduell den Strand hinauf drauf an. Das ging zu unseren Gunsten aus.
Im Ziel kamen alle Teammates angesprungen und wir feierten Gold. Dass die Schweizer Nationalhymne ertönte, war ein spezieller Moment und Annik und ich versuchten, mitzusingen, was mehr oder weniger gelang.
Ein grosser Dank geht an unsere Trainer, Pam und Martin, für die Geduld und unseren Eltern für die Unterstützung.
Hopp GC!