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31.01.2017

News aus der Senioren-Abteilung

Nach drei Medaillen in den drei Riemenbootsklassen an der Schweizermeisterschaft 2016, hat die junge Mannschaft unter der Leitung von Trainer Thomas Böhme Hunger auf mehr. Das Ziel steht fest: Die jungen Männer wollen den Senioren Achter gewinnen. Der Weg ist jedoch noch lang und steinig.

Das Team
Schon Mitte September, bei Trainingsbeginn, stand für die Mannschaft um den GC-Senioren Achter fest, dass sie in der kommenden Saison ganz vorne mitmischen will. Vom frischgebackenen Weltmeister Fiorin Rüedi, soll die Mannschaft lernen wie man auch auf Elite-Stufe Rennen gewinnt. Die weiteren U23-WM-Teilnehmer Jacob Blankenberger, Nicolas Kamber und Joshua Meyer sowie die Junioren-WM-Teilnehmern Marius Merkt und Oliver Gisiger zeigen die Qualität dieser Mannschaft.

Joshua und Nicolas haben sich für die Spitzensport RS qualifiziert und stehen dem Trainer für die Bootseinteilung nicht zur Verfügung.

Höchst erfreulich ist der Projektbeitritt vom ehemaligen Schlagmann des Schweizer Männerachters – Nicolas Lehner. Trotz seines Alters (er ist doppelt so alt wie der jüngste Ruderer des Projekts) hat der ehemalige Profiathlet seinen Rollsitz fest im Griff.

Leider gewinnt man den Männerachter, wie wir in den letzten Jahren merken mussten, an der Schweizermeisterschaft nicht durch individuelle Klasse sondern als geschlossene Mannschaft.

Das Flaggschiff ist auf Kurs
Aus dem genannten Grund haben wir festgelegt, dass jeden Dienstagmorgen um 5.45 Uhr und jeden Samstagmorgen Achter gefahren wird. Dies wurde konsequent durchgezogen und wir haben bis im Dezember mehr Achter-Kilometer auf dem Zähler als in den letzten drei Jahren zusammen.

Die Langstrecken-Saison begann mit dem sehr beliebten Rennen zwischen Sempach und Sursee. Schon dem Meldeergebnis zu Folge stand fest, dass es ein Zweikampf zwischen dem Seeclub Zürich und dem GC Zürich sein würde. Das Verdikt war aber dann klar: 15 Sekunden vor dem Seeclub Zürich durchquerte der GC-Achter die Ziellinie.

Der nächste Meilenstein war zwei Monate später in Basel. In der Zwischenzeit mussten Nicolas und Joshua, wie gesagt ins Militär einrücken. Für Nicolas fanden wir mit Nicolas einen nicht nur namentlich ebenbürtigen Ersatzmann. Auf die restliche Besatzung mussten keine Änderungen vorgenommen werden.  Auch hier war uns im Vorfeld einiges klar: Gegen die zwei holländischen und drei deutschen National-mannschaftsboote dürfte ein Bestehen extrem schwierig sein. Deshalb lautete die Zielstellung, die Schweizer Auswahl zu schlagen und sich als bestes Schweizerboot in die Ergebnisliste einzureihen. Tatsächlich liess die Crew, angeführt von Steuerfrau Ruth Wood, alle deutschen, französischen und italienischen Klubmannschaften und Regionalauswahlen hinter sich. Die genannte schweizerische Auswahl reihte sich auf Grund eines technischen Defekts rund eine Minute hinter uns ein. Ob wir sie ohne den Defekt geschlagen hätten sei dahin gestellt.

Das letzte Rennen der Saison fand am 10 Dezember zwischen Ellikon und Eglisau statt. Wie in Sursee war uns schon im voraus klar, dass es ein Duell zwischen GC und Seeclub sein würde. Diesmal nicht um den ersten sondern um den zweiten Rang, denn der ASV Nereus, gespickt von Olympiadritten und U23-Weltmeistern war gemeldet. Dennoch ging es um die Vorherrschaft in der Schweiz und vor allem darum den Seeclub auf ihrem Heimwasser zu schlagen. Der Nebel war so dicht, dass die Strecke von elf auf sieben Kilometer verkürzt werden musste. Es war absolut nichts zu sehen. Am Ufer stehende Fans beklagten sich die Boote nicht erkennen zu können und Steuerfrau Ruth sprach von der Angst ihres Lebens.

Das Resultat war jedoch erfreulich. Wir wurden – hinter dem ASV Nereus und  vor dem Seeclub Zürich, mit Olympiasieger a Bord – Zweiter.

Die Jungs vom Grasshopper-Club Zürich  bleiben also in der 2016/2017-Saison von Schweizer Booten ungeschlagen. Es gilt aber weiterhin seriös und regelmässig weiter zu trainieren, denn wie gesagt bringt individuelle Klasse nichts, wenn wir nicht zusammen Rudern können.

Ausblick
Im neuen Jahr haben die Kader-Ruderer Verpflichtungen beim SRV und stehen deshalb nicht jederzeit zur Verfügung. Aber wie Nico Lehner, Alexandre Von Allmen und Emanuel Knüpfer uns gezeigt haben, braucht man nicht Kaderruderer zu sein um den GC-Achter schnell zu machen.

Der nächste Wettkampf findet Mitte Februar, dicht von einem Trainingslager gefolgt,  in Turin statt. Die Jungs hoffen dort, trotz zahlreicher Absenzen, starten zu können.

 

Bericht: Emile Merkt